Geboren 1979 in Pinczòw, Polen Sie studierte an der Akademie der Schönen Künste in Neapel, Italien, im Bereich der bildenden Kunst, Malerei am Lehrstuhl von Loredana D’Argenio, und machte ihre Diplomarbeit in Bildhauerei bei Ciriaco Campus. Darüber hinaus vertiefte sie ihre Kenntnisse im Bereich der figurativen Kunst durch das Werkstattstudium am „In Form of Art- scuola d’Arte” . In den 2010er Jahren arbeitete sie mit öffentlichen Einrichtungen zusammen, wie der der Schule I. S.I.R Livatino Schule in Neapel für das Projekt „Accolienza”, und im Jahr 2010 mit der Schule 22. CIrcolo „A. Mario“ in Neapel im Rahmen des Projekts PON zusammen und unterrichtete Kinder. Sie begann in 2007 auszustellen. Sie hat in Galerien, auf Kunstmessen und öffentlichen Plätzen, in vielen Gemmeinschafts- und Solo Ausstellungen in Italien, Polen und Deutschland ausgestellt. Sie belegte den ersten Platz beim „9. Premio Internazionale di Poesia Narrativa e Arte Albatros 2011″ und Ehrentafel bei der „2. Biennale Premio Leonardo Da Vinci 2017″. Veröffentlichungen ihrer Arbeiten finden sich in Ausstellungs- und Messekatalogen. Ihr Gemälde „Tormento di Antonio“ befindet sich auf dem Cover des Albums ”Il Coraggio Impoossibile“ des Musikers Ntò. Sie lebt und arbeitet derzeit in Deutschland.


Cornuti
Die Serie „Cornuti“ hat ihren Ursprung in Neapel im Jahr 2014. Es handelt sich um eine Reihe von Gemälden, die auf Leinwand und Karton gemalt sind, sowie um Zeichnungen. Sie zeigt Menschen mit Hörnern. Die Figuren stehen im Fokus und werden durch einen monochromen dunklen Hintergrund* hervorgehoben. Die Personen sind in Schwarz-Weiß** wie alte Fotografien oder Filme dargestellt, was auf ihre Wurzeln in der Mitte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts hinweist. Die farbigen Elemente der gesamten Komposition sind die Hörner. Die Farben, mit denen sie verziert sind, geben den einzelnen Gemälden auch Titel, z. B. „Gold“ „Gelb“ „Rot „***. Hörner stehen sowohl in der Tierwelt als auch in der Mythologie für die Fähigkeit, sich zu verteidigen und zu kommunizieren. Symbolisch stehen sie für Macht und Stärke. Viele verehrten Hörner als Symbol des Satans, Priester trugen sie auf dem Kopf, um sich Respekt zu verschaffen. Auf den Köpfen von Wikingern versetzten sie ihre Gegner in Angst und Schrecken. Im Mittelalter war es möglich, pulverisierte Einhornhörner zu kaufen, die alle Krankheiten heilen sollten. Im Christentum waren sie ein Attribut des Satans, der uns zur „Sünde“ drängt. Die Nacktheit der Cornuts deutet auf sexuelle Freiheit, das Recht, den eigenen Weg zum Glück zu wählen, körperliche Autonomie und das Recht auf Selbstbestimmung. Die dargestellten Figuren sind unbehaart, was auf den Verzicht auf bestimmte „Privilegien“ hinweist, die wir haben, wenn wir uns passiv den uns auferlegten sozialen und kulturellen Regeln unterwerfen. Die dargestellten Personen lächeln nicht, um den Ernst der Situation, in der sie sich befinden, zu zeigen – weil ihre Emotionalität und ihre Wahrnehmung der Welt als nicht wahr erachtet wird, obwohl die Wahrheit in den Gefühlen liegt. Meine Modelle sind ganz normale Menschen, die bereit sind, sich diesem kreativen Prozess zu unterziehen. Die Cornuti-Serie soll zum Nachdenken über den zeitgenössischen Feminismus anregen. *Das Werk von Caravaggio, dessen Gemälde sich in Neapel befinden, war für mich von nicht geringer Bedeutung. **In dem Gemälde „Yellow II“ bin ich davon abgekommen, Figuren in Schwarz-Weiß zu malen und Haare einzubeziehen, um die Aufmerksamkeit auf intersektionalen, antirassistischen Feminismus zu lenken. ***Die Ausnahmen sind „Krieg“ und „Frida Khalo“. Ich habe mich dafür entschieden, weil Krieg die vollständige Beseitigung des Wertes von Menschen als Individuen und der letzten Möglichkeit der Selbstbestimmung als Nation bedeutet. Im zweiten Fall habe ich die Ecken mit Fragmenten ihrer Gemälde gefüllt, um die Person und ihr Werk zu würdigen.
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